Libens Blog...Meine Erkenntnisse über Gott und die Welt.

15.01.2021

Wie man auf eine einfache Weise mit dem Zinssatz die Entwicklung der Corona-Infiziertenzahlen prognostizieren kann

Es gibt ja so verschiedene Zahlen, von denen im Zusammenhang mit Corona immer die Rede ist. Da gibt es die Reproduktionszahl und die Verdoppelungszeit. Die sind aus medizinischer, epidemiologischer Sicht sicherlich gängig.

Aber, was mir aufgefallen ist, die Fallzahlen steigen regelmässig. Negative Fallzahlen kann es gar nicht geben. Und da bin ich dann drauf gekommen, dass die Fallzahlen sich genau so verhalten wie Geld auf der Bank, wenn das verzinst wird. Ich habe ja Agrarwissenschaften, Fachrichtung Wirtschafts- und Sozialwissenschaften studiert und deshalb ist mir der Zinssatz und auch der Zinseszins-Effekt geläufig.

Wenn ich nun also die Fallzahlen verfolge, dann kann ich ganz leicht einen Zinssatz ausrechnen. Beispielsweise die Verzinsung der Corona-Fallzahlen in 14 Tagen. Dazu brauche ich die Fallzahlen am Anfang des Zeitraums und die Fallzahlen am Ende des betrachteten Zeitraumes, und schon ist ein Zinssatz auszurechnen:

Zinssatz = ( Fallzahlen am Ende - Fallzahlen am Anfang ) / Fallzahlen am Anfang

Dann habe ich den Zinssatz für den betrachteten Zeitraum. Teile ich den durch die Anzahl der betrachteten Tage und multipliziere ihn mit 360, dann habe ich einen jährlichen Zinssatz.

Dieser beträgt beispielsweise für das Land Rheinland-Pfalz am 15.01.2021 3,47% jährlich, wenn ich den 14-Tage-Zeitraum betrachte. Also das ist ein Zinssatz, mit dem sich rechnen lässt.

Will ich nun für einen späteren Zeitpunkt daraus die Fallzahlen aufgrund des aktuellen Trends berechnen, einschliesslich des Zinseszinseffektes, der ja im Grunde nichts anderes wie das exponentielle Ausbreiten der Virusinfektionen ist, dann kann ich einfach die bekannte Zinsformel verwenden:

Fallzahlen am Ende = Fallzahlen am Anfang * (1 + Zinssatz) hoch (Anzahl Tage / 360)

In der Tabellenkalkulation wäre das die Formel

= 'Fallzahlen am Anfang' * POTENZ( 1 + 'Zinssatz'; 'Anzahl Tage' / 360 )

Solch eine Berechnung müsste eigentlich jeder, der sich vielleicht nicht so sehr als "Virologe" fühlt, sondern der eher aus der Ökonomie kommt, einfach machen können. Und, letztlich, kann man die für alle solchen exponentiellen Prozesse verwenden, wenn man das entsprechend anpasst, würde ich sagen. Irgendwelche verschärften Lockdown-Massnahmen oder Lockerungen kann man dann einfach durch Veränderung des Zinssatzes simulieren, und auch die erhöhte Ansteckung der neuen Corona-Mutationen.

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