Libens Blog...Meine Erkenntnisse über Gott und die Welt.

01.05.2019

Eine Antwort auf die Frage nach Gott

Ich habe heute einen echten Heureka!-Moment gehabt. Und zwar habe ich die Antwort auf alle Fragen gefunden, und die ist nicht 42! Mein ganzes Leben habe ich nach der Antwort auf die Frage nach Gott gesucht und ich habe zum ersten Mal eine Antwort gefunden, mit der ich einigermaßen klar komme, meine ich.

Das Höhlengleichnis von Plato ist ein guter Ansatz. Interessant ist dabei aber auch, dass wir die Wirklichkeit gar nicht wirklich kennen. Wir nehmen die Welt mit unseren Sinnesorganen wahr aber alles Erleben der Welt spielt sich in unserem Gehirn ab. Was wir nicht kennen, das können wir auch gar nicht erkennen. Die jeweils aktuelle individuelle Wirklichkeit ist also nur in unserem Gehirn vorhanden. Deshalb sind Ideen genau so Wirklichkeit wie „objektive“ Fakten. Beide sind nur in unserem Gehirn vorhanden. Menschliches Verhalten wird nicht bestimmt durch „objektive“ Fakten sondern durch ihre Ideen über die Welt. Menschen haben von der Zeugung an unterschiedliche Gene und unterschiedliche Erfahrungen. Ideen aber können zwischen Menschen kommuniziert werden und es kann gemeinsame Ideen und Erfahrungen geben. Diese schlagen sich nieder in unserer Kultur. Eine der Kulturleistungen des Menschen ist die Religion. Gott ist Geist, ist also eine Idee, sagt Jesus zu der Samariterin in Johannes 4,21-24. Diese ist genau so wirklich wie alle anderen Ideen in unserem Gehirn, und wir haben immer nur Ideen von der Welt. Die Welt, die kann man objektiv messen, anschauen und anfassen. Es werden, nicht nur in der Wissenschaft, Hypothesen und Theorien gebildet darüber, wie denn die Welt funktioniert. Das sind alles „Ideen“ über die Welt. Aber sie spielen sich nur in unserem Gehirn ab, auch wenn sie die Wirklichkeit mehr oder weniger gut reflektieren. In der materiellen Welt lässt sich Gott nicht finden, sagte schon Prof. Hawking ganz richtig, aber Ideen über Gott sind für uns Menschen genau so Realität wie unsere Ideen über die materielle Welt. Selbstverständlich lässt sich Gott im ganzen Universum nicht „materiell“ finden, denn Gott ist eine Idee. Es ist der Grundmechanismus unseres Gehirns, das bis in die Psychose hinein Tag und Nacht damit beschäftigt ist, aus den Erfahrungen einen Sinn zu extrahieren. Gott, das ist die zutiefst menschliche Idee, dass die Welt einen Sinn ergibt, selbst wenn ich selbst den nicht erkenne. Es ist die Idee darüber, wie ein Mensch richtig lebt, also richtig mit der Welt umgeht, und auch, was alles ein schlechter Umgang mit sich selbst ist, und dass das eigene Verhalten Konsequenzen hat. Es gibt allerdings für uns Menschen objektiv keinen Unterschied zwischen den unterschiedlichen Ideen in unserem Gehirn. Deshalb bestimmt unsere Idee über Gott unseren Umgang mit der Welt. Vielleicht sollten wir am besten mal wieder öfter in der Bibel lesen…Schließlich sind da uralte Erfahrungen mit der Idee über Gott niedergelegt.

Die nächste Frage ist die Frage nach der Kreuzigung Jesu. Auch hierauf habe ich eine Antwort gefunden. Jesus hat sich widerstandslos kreuzigen lassen, weil das die Konsequenz aus seiner Lehre und aus der Bibel war, wie er sie kannte. Der Gott des Auge um Auge, Zahn um Zahn ist für Jesus immer noch da, nur er dreht das ganze um. Er sagt im Vater Unser: Und vergib uns unsere Schuld wie auch wir vergeben unseren Schuldigern... Dabei das Wichtige ist, dass es dann auch heißt, wie auch ich vergebe denen, die sich an mir schuldig gemacht haben. Auch die Feindesliebe gehört dazu. Und genau für dieses Programm gibt Jesus ein Beispiel bis in den Tod. Jesus ist das Beispiel. Er erfüllt mit seinem ganzen Leben diese Idee über Gott mit Leben und wird anfassbar und erlebbar. Deshalb ist die Kreuzigung die Idee über Gott bis ans Ende geführt, denn Jesus vergibt selbst seinen eigenen Mördern. Das ist die genaue Umdrehung des Gottes vom Auge um Auge, Zahn um Zahn, der nur dadurch aufgelöst werden kann, dass man absichtlich sich gegenseitig vergibt. Das wird im Vater Unser gebetet. Es geht nicht um irgendein Wesen, das ein Physiker finden könnte, es geht um die Idee davon, dass die Welt einen Sinn ergibt. Und die Idee ist, nach dem Konstruktivismus, genau so real wie die Erfahrungen aus der materiellen Welt, die sich in unserem Gehirn ebenso auch nur als eine Idee davon spiegeln. Deshalb sind unsere Ideen die Wirklichkeit, in der wir leben. Deshalb ist Gott, sofern man an diese Idee glaubt, die Realität, die der ganzen materiellen Welt übergeordnet ist.

Ich finde diesen Schluss so fantastisch, weil er auch aktuelle Erkenntnisse der Neurobiologie mit einschließt und gar keine Widersprüche mehr enthält. Kann man natürlich noch weiter ausarbeiten und man es gibt doch noch einige offene Fragen, wenn ich mir das so recht überlege.

Jesus spricht: Ein Beispiel habe ich euch gegeben, damit ihr tut, wie ich euch getan habe. --- Johannes 13,15

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